taoistische Alternativen für eine konfuzianische Welt




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Harmonie mit dem Kosmos



Alles hat irgendwie einen Sinn, sonst wäre es im Schöpfungsplan nicht enthalten gewesen. Wenn du mit dem Herzen siehst, erscheint das ganze Universum wie eine Einheit. Blickst du durch den Kopf, zerfällt die ganze Welt in Atome.
Es gibt keine Einheit, nur Atome, Atome und wieder Atome. Das Herz gibt eine einheitliche Erfahrung. Es fügt sich zusammen und die höchste Synthese ist Tao.
Tao ist das unwandelbar aller Wandlung zugrunde liegende Weltprinzip. Wenn du mit dem Herzen sehen kannst, sieht das ganze Universum wie ein Ganzes aus. Diese All-Einheit ist Tao. Darum kann die Wissenschaft niemals Tao finden, das ist unmöglich, weil die von ihr angewandte Methode niemals zu einer letzten Einheit gelangen kann. Die ganze Methode der Wissenschaft ist Verstand, Analyse und Teilung. Daher gelangt die Wissenschaft zu den Molekülen, Atomen und Elektronen und wird nie aufhören, zu teilen. Sie wird niemals zur organischen Einheit des Ganzen gelangen. Das Ganze kann unmöglich mit dem Kopf gesehen werden.
Das anzustrebende Ziel wäre nur, die Mitte zu finden, die Synthese aus mehreren Sichtweisen. Der Leitsatz ist das Wu-Wei, Nicht-Handeln, d.h., Wirken durch das bloße Sosein der in Harmonie mit dem Kosmos stehenden Persönlichkeit.
Daher sollten wir uns mutig aus den Fächern und Beeten herauslehnen und damit die Perspektive wechseln. Wer sich herauslehnt, ist immer der Kritik ausgesetzt, denn diese ist nun einmal das Privileg der Schubladen-Bewohner.



6.10.09 14:41
 


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