taoistische Alternativen für eine konfuzianische Welt




  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Freunde
   
    indianwinter

    - mehr Freunde


Links
  
  taoweblog
  taoweblog
  Taoweblog
  Taoweblog
  Meine Updates
  Taoweblog
  Taoweblog
  Taodiary
  fruits of happy reading
  Lesefrüchte
  Taoblog
  taoweblog
  Taoweblog
  
  
  Taoweblog
  Taoweblog
  
  taoblog
  taoweblog
  Taoblog
  taoweblog
  Taoblog
  taoistisches blog
  Taoistische Reflektionen
  Weblog von Hans-Wolfgang
  taotoday
  taolivejournal
  Taoblog
  taoweblog
  Taoweblog
  Taoismus


Letztes Feedback


http://myblog.de/taoistisch

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Tod und Leben werden vom Beobachter wahrgenommen, aber der Zeuge ist ewig. Er war da, bevor ich gebo

Meditation ist eine Reise nach innen.
Draussen gibt es Herausforderungen, gibt es Abenteuer, aber die sind nichts im Vergleich zu den inneren Herausforderungen und inneren Abenteuern. Draussen gibt es Feinde, aber die inneren Feinde sind weit beängstigender. Nur unterscheidet sie, dass die inneren Feinde meine eigenen Erfindungen sind. Sie können vernichtet werden, falls ich mich dazu entschließe, sie zu vernichten. Sie sind meine Traumwelt: Denken, Ego, Habgier, Wut, Eifersucht, Besitzanspruch. All diese Feinde sind da, aber ich habe sie genährt, sie aufgepäppelt. Mit einem einzigen Schlag kann ich ihnen die Köpfe abschlagen. Eine ganze Armee kann in einem einzigen Augenblick der Erkenntnis geschlagen werden. Und genau das ist Meditation: Ein Augenblick der Einsicht, in dem ich erkenne, wie ich meine eigenen Feinde erfunden habe. Und dieses blosse Erkennen ist der Tod all meiner Feinde. Ich gelange zur letzten Wahrheit, indem ich diese inneren Feinde als Trittsteine nutze. Natürlich sind nur ihre Leichen als Trittsteine zu gebrauchen. Solange sie lebendig sind, machen sie Dummheiten, sie führen mich an der Nase herum, wohin sie wollen, sie weichen nicht so leicht von meiner Seite. Darum genügt es nicht, einfach nur zu kämpfen. Verstehen ist der Schlüssel. Ich versuche die inneren Feinde zu verstehen und ein Wunder geschieht. Jeder Feind, völllig verstanden, verflüchtigt sich genau in diesem Verstehen.
Ich versuche die Eifersucht zu verstehen und sie ist nicht mehr da. Ich versuche das Ego zu verstehen und es ist nicht mehr da. Verstehen wirkt wie ein Licht. Ich bringe das Licht ins dunkle Zimmer und die Dunkelheit ist nicht mehr da.
Meditation ist eine Brücke zwischen mir und dem Ganzen. Denken ist eine Wand zwischen mir und dem Ganzen. Und die gleichen Ziegelsteine werden benutzt: Ich kann eine Brücke bauen, ich kann eine Wand hochziehen. Taoismus bedeutet die Wand abzureissen und die gleichen Steine zu benutzen, um eine Brücke zu bauen. Es ist ein einfaches Phänomen. Es ist nicht so schwer, wie man es den Leuten erzählt hat. Diejenigen, die es immer als schwer hinstellen, sind im Grunde selbst auf einem Ego-Trip: Natürlich ist es schwer — schliesslich hat man selbst es geschafft! Nur so kann das Geleistete das Ego befriedigen. Also haben die sogenannten Heiligen den Leuten erzählt, dass es ungeheuer schwer ist, dass es praktisch unmöglich ist, dass es nur sehr begnadete Menschen nach vielen Leben der Mühe und Tugend es schaffen. Und auch das nur durch Gottes Gnade. Ich, mit meiner Kraft, kann es nicht alleine schaffen. Erst muss Gott es auch wollen ................... "so Gott will". Das ist eine notwendige Voraussetzung. Und wer weiss, wann er es wollen wird und ob er es will oder nicht?
Diese sogenannten Heiligen haben der Menschheit beizubringen versucht, dass Meditation sehr schwer ist. Nur so lässt sich der Anspruch aufrecht erhalten, dass sie heiliger sind als ich, dass sie es geschafft haben und ich noch viele Leben weit von diesem Ziel weg bin. Mir bleibt nur eines, die Meditationsmeister anzubeten.
Der taoistische Ansatz ist total anders: Meditation ist das Allereinfachste im Leben. Sie hat nichts Heiliges an sich. Sie hat nichts Besonderes an sich. Sie ist nur ein Verstehen. Die gleichen Bausteine müssen benutzt werden — nur etwas anders angeordnet natürlich — und es wird eine Brücke daraus. Gedanken haben die gleiche Energie wie der Zustand des Nicht-Denkens. Wünsche haben die gleiche Energie wie der Zustand der Wunschlosigkeit. Lust hat die gleiche Energie wie Liebe. Da besteht kein grundsätzlicher Unterschied. Nur das Bild, die Gestalt, muss geändert werden, und das ist leicht. Wenn ich es kann, dann kann es jeder; denn ich bin ein ganz gewöhnlicher Mensch.
 

24.9.15 01:55
 


Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Renasia / Website (24.9.15 13:32)
Kleiner Tipp: Absätze wurden den Txt wensentlich lesbarer machen.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung