taoistische Alternativen für eine konfuzianische Welt




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Unsicherheit führt mich zur Freiheit von mir selbst.

Ich lebe in dem, was ist. Das Wort "Sollte" ist eine Denkkonstruktion, ich vermeide es.
Ich kann nur mit Illusionen sicher sein. Wenn ich jemanden kennenlerne, der selbstsicher ist, dann kann ich sicher sein, dass er in Illusionen lebt.
Aber Unsicherheit hat ihre eigene Schönheit, ich habe sie nur noch viel zu wenig geschätzt. Ich habe mich viel zu sehr an die dreckigen Wasserlöcher gewöhnt, wo das Wasser abgestanden ist und stinkt. Ich habe die Schönheit eines Flusses vergessen, der ständig vom Bekannten ins Unbekannte fließt, vom Begrenzten ins Unbegrenzte. Ich muss mich wieder daran erinnern, denn einst wußte ich das schon.
Wenn ein Kind geboren wird, dann kennt es keine Sicherheit, es weiß nichts von der Vergangenheit, es weiß nichts von der Zukunft. Es lebt einfach in dem, was ist. Dann wird es aus dem, was ist, vertrieben. Das wird dann Sozialisationsprozess genannt, es wird als Erziehung bezeichnet: Das Kind aus dem, was ist, herauszuziehen, es aus der Natürlichkeit des Lebens herauszunehmen und es willkürlich und künstlich zu verformen. Im Alter von drei oder vier Jahren wird das Kind dann Teil der Gesellschaft, es verliert jeglichen Kontakt zum Tao und zur Realität.
Als Kind wußte ich also noch, was es bedeutet, in Unsicherheit zu sein. Ich brauche mich nur wieder daran zu erinnern, ich muss diese Erinnerung nur wieder hochladen. Und habe ich das wieder auf dem Schirm, werde ich alle meine Illusionen loslassen und mich in Richtung Unbekanntes in Bewegung setzen mit all der Unsicherheit, die das mit sich bringt.
Und diese Unsicherheit ist nichts, was meine Existenz bedroht, sie ist das eigentliche Potential meiner Existenz. Sie schärft meine Intelligenz, sie macht mich lebendig und achtsam. Sie hält mich ständig in einem Zustand des Staunens, sie überrascht mich immer wieder auf mysteriöse Weise. Das ist die Weisheit der Unsicherheit, das ist Taoismus.

16.2.16 02:14
 


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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sogradess / Website (16.2.16 04:19)
Hallo,

das klingt alles sehr schön. Aber was sollen wir denn mit dem Frischgeborenen anderes machen, als ihm die Mutterbrust zu geben? Und irgendwann fragt das Kind: "Warum?" Dann will es Antworten haben, um die Welt so zu verstehen, wie sie ist.

Und erst dann, wenn es das "Ist" begriffen hat, kann es sich Gedanken machen, über das "Soll". Dabei kommt es natürlich sehr darauf an, wo auf der Erde es geboren wurde.

Für manch einen bedeutet eine dreckige Pfütze das Überleben, und manch einer kann sich den Luxus erlauben, an einem sauberen Fluß zu sitzen und zu träumen...

Schönen Gruß


Hans-Wolfgang (22.2.16 01:11)
Kurz gesagt geht es im Taoismus um unser Leben - um Praxis - und nicht um ein rein intellektuelles Verständnis irgendeiner Lehre.
Sobald wir denken, sind wir getrennt von der Lebenswirklichkeit, getrennt von der Wahrheit, getrennt vom Universum.

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